FH-NEWS
(09.07.2010) In Offenburg werden Signale aus dem Zentrum der Milchstraße empfangen. Jetzt wurde feierlich die Einweihung einer Radioastronomie-Anlage begangen. Sie steht auf dem Dach des jüngst eröffneten Neubaus des Medienfachbereichs, ihr Parabolspiegel mit einem Durchmesser von vier Metern ist auf das galaktische Zentrum ausgerichtet, dorthin, wo die Astronomen ein gigantisches Schwarzes Loch vermuten. Die Signale von dort sind 26 000 Jahre unterwegs, ehe sie unser am galaktischen Rand liegendes Sonnensystem erreichen und von den Geräten auf dem Dach der Hochschule gehört werden.
Hochschule beobachtet Zentrum der Milchstraße (veröffentlicht am 17. Juli 2010 auf badische-zeitung.de)
RoboCup Erfolg (24.6.2010) Die Mannschaft magmaOffenburg hat bei der RoboCup WM die Runde der besten 16 erreicht. Mit 3.000 Teilnehmern war die Veranstaltung in Singapur die bisher größte RoboCup WM. Etwa die Hälfte der Teilnehmer kommen von Hochschulen, die beim RoboCup im Wettkampf ihre Ansätze vergleichen und austauschen können. Hier finden sich Rettungsroboter zur Suche von Überlebenden in Katastrophen-Szenarien, Roboter im Heimbereich, die mit den Mitbewohnern interagieren müssen, sowie Fußball spielende Roboter. magmaOffenburg nimmt in der 3D Simulationsliga teil, in der simulierte, zweibeinige Roboter Fußball spielen.
Nach einer ersten guten Qualifikationsrunde, war das Weiterkommen in der ersten Gruppenrunde eine Zitterpartie. Grund war ein in letzter Minute und zu später Stunde eingeschlichener Fehler, der den Ball nur noch unscharf erkennen ließ. Während einer Gruppenrunde sind keine Änderungen an der Software erlaubt, so dass bis zuletzt gezittert werden musste. Ein Sieg gegen das Team Bahia3D aus Brasilien brachte die Erlösung. Jetzt heißt es Daumen drücken für die nächste Runde, in der sich acht Mannschaften für die K.O. Runde qualifizieren.
Die sprechende Sitzschiene (23.6.2010) Die Idee: Hunderte von Metern Kabeln aus den Sitzschienen im Flugzeug wegzulassen und die Signale, die darüber transportiert werden und die vornehmlich der medialen Unterhaltung der Passagiere dienen, über Mikrowellen im X-Band zu transportieren. Das Ergebnis: die sprechende Sitzschiene. "Wir sind in der Lage, gleichzeitig hunderte von Videosignalen in PAL- oder HDTV-Qualität durch die Sitzschiene zu schicken und somit für das Broadcasting an Bord eines Flugzeugs zu sorgen".
Seit einem Jahr arbeiten die Professoren Lothar Schüssele, Tobias Felhauer und Andreas Christ zusammen mit den Master-Studenten Christian Weber und Alexander Kurtschenko sowie mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Tobias Klausmann an einem Projekt für die PFW Aerospace AG in Speyer. Im Mai vergangenen Jahres stellte PFW auf der Flugzeugmesse in Le Bourget (Paris) ein Patent vor, das schon in seinem Ur-Zustand für Furore in der Branche sorgte: die Sprechende Sitzschiene. Schon damals waren die Offenburger Professoren und Studenten involviert in die Umsetzung der Foxschen Idee: Hunderte von Metern Kabeln aus den Sitzschienen im Flugzeug wegzulassen und die Signale, die darüber transportiert werden und die vornehmlich der medialen Unterhaltung der Passagiere dienen, über Mikrowellen im X-Band zu transportieren.
Was die Branche im Mai 2009 in Paris staunen ließ, hat der PFW Aerospace AG auf der Leitmesse Air Interiors Expo im Mai 2010 in Hamburg konkretere Gespräche mit den Flugzeugherstellern beschert und dem Hochschul-Team die Aussicht, weiter an der Entwicklung der sprechenden Sitzschiene mitzuarbeiten: Den Offenburger Wissenschaftlern ist es gelungen, mit einem tausendstel der Leistung eines Handys die Anforderungen an Bord der Maschine zu erfüllen: Wir haben eine verfügbare Technologie ausgewählt.
Die Leistung der Hochschule besteht darin, dass wir sie an den Bedarf in Flugzeugen angepasst und das Übertragungsverfahren optimiert haben, so Tobias Felhauer. In einer dritten Phase, die wir gerade mit PFW planen, werden wir die Frage klären, wie jeder Sitz via Sitzschiene auch mit jedem anderen Sitz kommunizieren kann sprich ob Passagiere zum Beispiel gemeinsam ein Computerspiel spielen können, ergänzt Lothar Schüssele. Diese Netzwerkfähigkeit von Passagiersitzen bei beliebiger Konfiguration der Sitze wird dann zu einem Teil des PFW-Know-hows werden. Zu den wichtigsten Produkten der Speyerer gehören übrigens jetzt schon Sitzschienen für Airbus, Boeing und andere Flugzeughersteller. Und vielleicht wird mit der neuen Entwicklung der Flugzeugbau ein klein wenig revolutioniert.
Zertifikat in Berlin verliehen (11.06.2010) Die Hochschule gehört zu den 294 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen, die am letzten Freitag, 11. Juni in Berlin mit dem Zertifikat zum audit berufundfamilie www.beruf-und-familie.de bzw. audit familiengerechte hochschule ausgezeichnet wurden. Ausgezeichnet wurden Maßnahmen wie die Weiterentwicklung familienfreundlicher Lehr- und Lernformen und die Etablierung systematischer Nachwuchsförderung und Personalentwicklung. Das Qualitätssiegel für familienbewusste Personalpolitik erhielten die Zertifikatsträger für die Durchführung eines Audits in den zurückliegenden zwölf Monaten der berufundfamilie gGmbH - einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder, überreichte die Zertifikate gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Peter Hintze. Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz ist nicht nur wichtig für die Beschäftigten, sie zahlt sich auch für den Betrieb aus, sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Eine zukunftsfähige, innovative Wirtschaft ist ohne familienfreundliche Arbeitsbedingungen auf Dauer nicht möglich, betonte Schröder. Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung, erklärte Prorektor Professor Dr. Andreas Christ, der die Urkunde in der Bundeshauptstadt persönlich entgegennahm. Sie bestätigt uns, dass der eingeschlagene Weg richtig ist. Die Auditierung unterstützt uns beim Ausbau und der systematischen Umsetzung familienbewusster Maßnahmen und damit bei unserem Engagement für eine bessere Vereinbarkeit von Studium/Beruf, Elternschaft und Familienarbeit. Flexible Arbeitszeitgestaltung, alternierende Telearbeit, vielfältige E-Learning-Angebote und hochschulnahe Kinderbetreuung sind nur einige der schon vorhandenen Maßnahmen. Sie haben ihre Wirksamkeit und Nützlichkeit bereits bewiesen und werden von Studierenden sowie Hochschulangehörigen sehr begrüßt. Zukünftige Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Attraktivität der Hochschule als Studien- und Arbeitsort zu erhöhen. Dazu gehören insbesondere die Weiterentwicklung von familienfreundlichen Lehr- und Lernformen und die Etablierung systematischer Nachwuchsförderung und Personalentwicklung. Das Ziel der Initiative ist es letztlich, eine tragfähige Balance zwischen den betrieblichen Interessen der Hochschule und den familiären Bedürfnissen ihrer Beschäftigten und Studierenden zu erreichen und dies langfristig in der Hochschule zu verankern. Infos
Unternehmen fliegen auf den autonomen Helikopter (14.4.2010) Unter dem Arbeitstitel Autonomer Helikopter zeigen Prof. Schröder und Mitarbeiter der Fakultät Elektro- und Informationstechnik auf der Hannover Messe 2010 wie Technologietransfer direkt in die Produktentwicklung münden kann. Wie begehrt das Produkt auf Anhieb ist, beweist eine Liste von Interessenten, die von der Münsterbauhütte in Freiburg über die wehrtechnische Dienststelle des Verteidigungsministeriums bis hin zu Energieversorgern reicht. Was macht den Autonomen Helikopter so interessant? Innerhalb weniger Minuten können auch Laien den ferngesteuerten Helikopter bedienen. Sein Herzstück ist jedoch ein Kurs-Lage-Referenzsystem, das die Studierenden entwickelt haben, so Werner Schröder. Für Interessenten wie die Freiburger Münsterbauhütte bedeutet dies: Man kann mit dem Helikopter selbst unzugängliche Stellen am Münster anfliegen und mit einer am Helikopter befestigten Kamera hochauflösende Bilder der Bausubstanz anfertigen, weil der Mini-Hubschrauber in der Lage ist, am gewünschten
Punkt in der Luft zu verharren. So müssen weder Mitglieder der Bergwacht bemüht werden, am Münster hoch zu klettern, noch muss unter großem Aufwand ein echter Hubschrauber gechartert werden, dessen Flug ums Münster in der Innenstadt eigentlich verboten ist.
Ganz gleich, ob man Wärmebilder oder hochauflösende Fotos machen will, der Helikopter ist in der Lage, hohe, schwer zugängliche Objekte exakt anzufliegen. Das bedeutet, man kann mit seiner Hilfe Strommasten, Sendemasten, tragende Konstruktionen von Brücken und so weiter im Detail betrachten und damit deren Wartung erleichtern, so Professor Dr. Werner Schröder.
SHORTS Filmfestival mit Kultstatus (10.2.2010) Die Medienfakultät der Hochschule Offenburg präsentierte am 10. Februar 2010 die besten Kurzspielfilme, Dokumentationen und Animationsfilme, einen Imagefilm und einen Trailer auf dem Filmfestival SHORTS. Die inzwischen zum Kultstatus erhobene Veranstaltung wird immer beliebter, so dass die Filme im Forum Kino Offenburg diesmal in zwei Kinosälen gezeigt wurden. Wie in den letzten Jahren stimmte eine hochkarätige Jury über die besten der gezeigten Filme ab. Wer nach den knapp drei Stunden Kurzfilm weiterschauen wollte, konnte sich anschließend an den Night Shorts erfreuen, Produktionen der Hochschulstudenten, die außerhalb des Wettbewerbs gezeigt wurden.
Wirklich tolle Filme, kündigten die beiden Professoren Götz Gruner und Dr. Heiner Behring auf den shorts 2010 an, Die Qualität wird eindeutig immer besser. Doch die Kurzspielfilme sind nicht nur spannend, witzig oder engagiert: Fast immer reflektieren die Produktionen der Jungfilmer den Zustand unserer Zeit und Gesellschaft auf den shorts 2010 war zu sehen, welchen Filmemachern das am besten gelang.
Einstimmig begeistert war das Publikum von dem 18-minütigen Kurzspielfilm "Ideal, endlich schön" von Reinhold Lamers und Sebastian Schirmer, einer Reportage über den Schönheitswahn in unserer Gesellschaft. Die Autoren konnten gleich zwei Preise nach Hause nehmen. Auch der preisgekrönte Film "R 1138" über einen Bürokraten, der tragisch scheitert, fand großen Anklang. Und der Antikriegs-Film "Dark Days" eine Mischung aus realer Filmhandlung und gekonnten zwei- und dreidimensionalen Animationen faszinierte durch seinen schaurig-düsteren Stil.
Die Gewinner: 1. Preis - Reiff-Medien-Preis: IDEAL ENDLICH SCHÖN und DARK DAYS; 2. Preis - Werner Kimmig-Filmpreis: NULLPUNKT; 3. Preis - Preis des Vereins der Freunde und Förderer der Hochschule Offenburg: R 1138; 4. Preis - Leserpreis des Offenburger Tageblatts: IDEAL ENDLICH SCHÖN.
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